Asbestentsorgung – Asbest fachgerecht entsorgen

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Asbestplatten entsorgen

Asbest - Quelle: bigstock.at (175584727)

Einst dachte man, mit Asbest ein hervorragendes Baumaterial gefunden zu haben. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute weiß man, dass Asbest, wenn an seinen Staub einatmet, extreme Gesundheitsgefahren birgt und im schlimmsten Fall Krebs verursachen kann. Vor gut 30 Jahren wurde der Baustoff noch ohne Bedenken verwendet.

Asbest als gefährliches Baumaterial

Asbest hatte hervorragende Eigenschaften für den Bau. Das Material war extrem robust und nicht brennbar. Und so findet sich Asbest weiterhin in unzähligen Gebäuden wieder. Wer von Asbest in seinem Haus erfährt, sollte das Material allerdings auf keinen fall behalten. Die Gesundheitsschäden, die dadurch verursacht werden können sind gravierend. Daher sollten Hausbesitzer unbedingt eine schnelle Entfernung des Baumaterials aus ihrem Gebäude veranlassen.

Asbest fügt menschlichen Zellen erhebliche Schäden zu. Daher sollte die Entfernung auch einem Fachmann überlassen werden. Wer sich mit der Problematik nicht auskennt, sollte Asbestplatten keinesfalls aus dem Haus entfernen. Lösen sich nämlich von dem Asbest kleine Staubpartikel, setzen diese sich in der Lunge fest. Bereits dort können sie erhebliche Schädigungen verursachen. Doch auch viele Jahre nach einer Asbestbelastung kann es zu dramatischen Erkrankungen kommen. Lungenkrebs oder Asbestose sind die häufigsten Folgen.

Gesundheit und Immobilienwert steigen

Wer Asbest aus seiner Wohnung oder dem Eigenheim entsorgt, profitiert allerdings nicht nur dank besserer Gesundheit. Auch der Wert der Immobilie steigt nach dem Entfernen des verbauten Asbest erheblich an.

Weil Asbest heute einer der bekanntesten Schadstoffe ist, lassen sich Immobilien mit Asbestbelastung heute kaum noch am Markt verkaufen. Nach einer professionellen Entsorgung des Baustoffes aus der Immobilie wird diese wieder deutlich attraktiver, was sich vor allem auch im Kaufpreis bemerkbar macht, der am Markt erzielt werden kann. Wie man Asbest am besten entsorgt, worauf man dabei achten muss und welche Kosten entstehen, haben wir daher in diesem Text zusammengefasst.

Wie funktioniert die Asbestentsorgung?

Asbest eigenständig zu entsorgen ist grundsätzlich keine gute Idee. Der gesundheitsschädliche Stoff muss von Experten behandelt werden, um kein Risiko einzugehen. Daher sollten Immobilienbesitzer zur Entsorgung von Asbest ein professionelles Unternehmen beauftragen, das zuverlässig und vertrauenswürdig den Asbest vollständig aus dem Gebäude entfernt.

Ein weiterer Grund, Asbest professionell entsorgen zu lassen ist, dass bei falscher Entsorgung Strafzahlungen in empfindlicher Höhe drohen. Um ein vertrauenswürdiges Unternehmen zu erkennen, gibt es Zertifizierungen. Wer ein Unternehmen zur Asbest Entsorgung beauftragt, sollte daher unbedingt die entsprechenden Zertifikate verlangen.

Asbestplatten entfernen

Beim Entfernen von Asbestplatten, sollten diese möglichst ganz bleiben. Weil bei einem Zerbrechen, Zerschneiden oder Zerkleinern der Platten der schädliche Staub freigesetzt wird, der dann die Atemluft verunreinigt. Generell gilt allerdings, dass Arbeiter beim Ausbau von Asbest unbedingt eine spezielle Schutzkleidung und Atemmasken tragen müssen. Nach der Demontage sollten die Asbestplatten in Big-Bags oder Platten-Bags verstaut werden. Diese Bags kosten 10 bis 15 Euro pro Stück und können ganze, unbeschädigte Platten aufnehmen.

Eternitplatten ebenfalls entsorgen

Wer in seinem Haus zwar keine Asbestplatten verbaut hat, stattdessen aber Eternitplatten findet, sollte diese ebenfalls umgehend entsorgen lassen. Diese Platten wurden sogar noch bis in die 1990er Jahre hinein verbaut und bestehen aus einer Mischung von Zement und Asbest. Durch das enthaltene Asbest bergen Eternitplatten die gleichen Gesundheitsrisiken wie Asbestplatten und haben in bewohnten Räumen nichts zu suchen.

Letztlich müssen die Asbestplatten beim örtlichen Wertstoffhof entsorgt werden. Auch dafür entstehen Kosten, die in unterschiedlichen Gemeinden erheblich variieren können. Häufig bezahlen Immobilienbesitzer 100 Euro für eine Entsorgung im Wertstoffhof. Die Kosten können aber in manchen Orten aber auch das Dreifache davon betragen.

Kosten der Asbestentsorgung

Die Kosten setzen sich aus den Anfahrtskosten der Entsorger und deren Stundensatz zusammen. Außerdem muss bei einem Wertstoffhof oftmals für die spezielle Entsorgung ein Zuschlag bezahlt werden. In der Regel ist für die entsorgung von Asbest in einem Haus mit Kosten knapp über 30 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

Eine exakte Prognose der Gesamtkosten ist schwer möglich, weil die Preise örtlich extrem schwanken. Dennoch gibt es für die Gesamtkosten einige Anhaltspunkte. Zunächst müssen einige Kostenfaktoren zusammengerechnet werden, die mit den örtlichen Bedingungen zu tun haben. Wird zum Beispiel ein Baugerüst benötigt, fallen dafür Kosten von knapp 10 Euro pro Quadratmeter an. Dazu kommen Kosten für das Baumaterial, das die Asbestplatten im Gebäude ersetzen soll.

Haus unbewohnbar

Ein anderes Problem ist, dass die Immobilie während der Beseitigungsarbeiten nicht bewohnbar ist. Durch die Bauarbeiten kann Asbeststaub in die Luft gelangen und so zur Gesundheitsgefahr für alle anwesenden Personen werden. Falls Asbest jedoch nur in einigen Teilen des Gebäudes verbaut wurde, gibt es die Option, diese vom übrigen Bereich zu isolieren. In diesem Fall können die übrigen Räume auch während der Arbeiten bewohnt werden.

Das ist allerdings nicht immer möglich und muss im Einzelfall mit dem Entsorgungsunternehmen abgesprochen werden. Wer diese Möglichkeit nicht hat und auch nicht bei Bekannten der Verwandten unterkommen kann, muss für die Zeit der Asbestarbeiten eine Unterkunft anmieten. Auch diese Kosten variieren stark je nach Region.

Was sind die Kriterien für ein gutes Entsorgungsunternehmen?

Unerlässlich für ein gutes Entsorgungsunternehmen für Asbest sind die oben bereits erwähnten Zertifikate. Asbest muss unbedingt gesetzmäßig entsorgt werden und nur ein entsprechend zertifiziertes Unternehmen kann diese Leistung garantieren. Hat man die entsprechenden Zertifikate eingesehen, sollte man unbedingt einen umfassenden Kostenvoranschlag verlangen. Ein seriöses Entsorgungsunternehmen listet darin alle etwaigen Kosten auf und gibt so eine vertrauenswürdige Prognose.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Wer Asbest in seinem Haus entsorgen muss, steht kurzfristig vor enormen Kosten. Da stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten es zur Finanzierung gibt. Die gute Nachricht lautet: Immobilienbesitzer können häufig staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. So können die Kosten beispielsweise von der Steuer abgesetzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Arbeiten der Asbestentsorgung mit der Installation von Wärmedämmung zu verbinden.