Dampfsperre – Montage, Aufbau und Messung von Dampfbremsen

Alle Informationen zur Montage, zum Aufbau und der Messung der Dampfsperre (Dampfbremse) am Haus. Jetzt informieren!

Dämmung am Dach

Dämmung - Quelle: bigstock.at (193756963)

Eine Dampfsperre besteht in der Regel aus Materialien mit besonders hoher Diffusionsdichtheit (z.B. Kunststofffolien). Bei Bauteilen zum Raumabschluss dienen sie dazu die Diffusion von Wasserdampfmolekülen von der warmen Seite der Konstruktion zur kalten Seite zu verhinder (von innen nach außen).

Wenn ein Dach neu gedämmt wird, sollte ein solcher Vorgang luftdicht durchgeführt werden. Dies erfolgt durch die raumseitig an der Dachdämmung angebrachte Dampfbremse. Eine solche Spezialfolie dient zur Verhinderung, dass hierbei warm-feuchte Luft aus dem Wohnbereich in die wesentlich kühleren Dachdämmung vordringt und dort dann eine Abkühlung erhält und kondensiert.

Dampfsperre Skizze
Dampfsperre Skizze

Dampfbremse

Das Anbringen einer solchen Dampfsperre muss von einem Fachmann oder einem Fachbetrieb vorgenommen werden. Wenn diese Folie fehlerhaft montiert wird, kann dies zu schwerwiegenden Bauschäden führen, die dann nur sehr kostenaufwendig behoben werden können.

Dämmung am Dach
Dämmung – Quelle: bigstock.at (193756963)

Somit die eine Dampfbremse eine Art Sperre, welche verhindert, dass dann zu viel an Wasserdampf in eine Dachdämmung vor- und eindringt. Denn durch eine solche Entwicklung kann ein perfekter Nährboden für holzangreifende Pilze sowie Schimmel entstehen.

Wenn im Haus eine Sanierung ansteht, sind die Handwerker oder die Fachbetriebe, welcher diese durchführen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) dazu verpflichtet, eine funktionierende und eine dauerhafte Luftdichtigkeit zu gewährleisten. Nach der Durchführung dieser Arbeiten wird dies von der ausführenden Firma in Form einer Fachunternehmererklärung gegenüber dem Kunden bestätigt.

Die Materialzusammensetzung der Dampfsperre

Bei einer Dampfsperre kommen Materialien zum Einsatz, die über eine sehr hohe und zuverlässige Diffusionsdichtheit verfügen. Häufig werden bei Dampfsperren Kunststoff-Folien aus Polyethylen (PE) verwendet. Auch werden hier Bitumabdichtungen sowie Aluminiumfolien (in Verbindung mit anderen Materialien) verarbeitet.

In der Praxis reagieren solche Dampfsperren ebenso feuchtevariabel. Das bedeutet, dass solche Dampfsperren im Sommer über eine größtmögliche Diffusionsoffenheit verfügen und im Winter sehr effizient diffusionshemmend sind. Dabei können nur Glas oder Metlallfolien die Diffusion von Wasserdampf derart verhindern, dass man hier von einer Dampfsperre ausgehen kann. Häufig werden jedoch im Sprachgebrauch Ein und Dasselbe mit der Bezeichnung Dampfsperre sowie Dampfbremse ausgedrückt.

Was sollte man beim Einbau einer Dampfsperre beachten?

Die Verlegung und die Anbringung von einer Dampfsperre muss sehr genau ausgeführt werden und dies kann nur ein Fachbetrieb durchführen. Von den Herstellern werden hierfür Komplett-Systeme für die Luftdichtheit angeboten, die aus Klebeband, einer Dampfsperre in Form einer Folie sowie aus Klebemasse bestehen. Die Anbringung einer Dampfsperre erfolgt bei einer Dämmung eines Daches immer dem Innenraum zugewandt. Dabei wird die Montage der Bahnen grundsätzlich von unten nach oben und ungefähr 10 Zentimeter überlappend durchgeführt.

Luftdichte Verklebung

Dabei ist eine luftdichte Verklebung der einzelnen Bahnen bei der Dampfsperre vorzunehmen. Die Anschlüsse an der Wand, am Dachfenster oder am Kamin und Durchlässe sind dabei sehr kritische Stellen, wo sehr sauber gearbeitet werden muss. Dabei muss an allen Stellen auf eine durchgehende Abdichtung geachtet werden. Jede kleine Undichtigkeit und Beschädigung der Bahnen kann dadurch für den Wasserdampf die Möglichkeit schaffen, einzudringen und somit können Bauschäden entstehen.

Die Art der Dämmung

Wo eine Dampfsperre einzubauen ist, hängt auch von der Art der Dämmung ab. Wenn es sich um eine umfassende Sanierung des Daches handelt, wird häufig direkt auf den Holzsparren die Dämmung vorgenommen. In einer solchen Situation wird oberhalb der jeweiligen Sparren die Dämmfolie direkt auf den vorhandenen Sparren verlegt oder in einer Vollschalung angebracht.

Wenn eine Dämmung zwischen den vorhandenen Sparren vorliegt, wird die Folie raumseitig unterhalb der Sparren angebracht. Auch gibt es Sanierungsfälle, bei denen die Dampfsperren außerhalb über den Sparren verlegt werden müssen. Dies kann alles jedoch nur von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

Montage

Eine Montage der zu verarbeitenden Folie erfolgt dann entweder parallel zu der Traufe oder den jeweiligen Sparren. Zur Befestigung wird hier abdichtendes Material (häufig ein Tackerband) auf die Sparren geklebt. Dieses Band sorgt dann mit den Breitkopfstiften oder Tackerklammern, die an den Sparren befestigt werden, dafür, dass keine Luft eindringen kann.

Gleichzeitig erfolgt beim Übergang der Dachfläche zum Giebel die Befestigung der Folie durch ein Dichtband. Hier sollte man Falten vermeiden. Eine endgültige Fixierung der Dampfsperre erfolgt dann durch die Unterkonstruktion der Innenbekleidung. Dadurch erhält dann die Dampfsperre auch ihre entsprechende Stabilität.

Wie misst man den Wirkungsgrad einer Dampfsperre?

Bei einer Dampfsperre wird der Wirkungsgrad mit dem sd-Wert dargestellt. Dieser Wert gibt an, wie viel vom Material als Widerstand gegen die Verdunstung des Wassers entgegengesetzt wird. Der sd-Wert (die Messung erfolgt in Metern) gibt demnach an, wie viel Meter Luft von der dampfbremsenden Folie aufgehalten werden kann. Damit lässt eine Dampfbremse oder –sperre mit einem relativ hohen sd-Wert weniger Wasserdampf durch an das zu schützende Bauteil. Im Gegensatz dazu wird von einer Dampfbremse oder –sperre mit einem niedrigen sd-Wert mehr Wasserdampf durch das Bauteil durchgelassen und somit besteht die Gefahr von Bauschäden.

Damit eine Dampfsperre funktioniert und somit diffusionsdicht ist, muss dieser sd-Wert größer/gleich 1.500 m sein.

Wie erfolgt idie Messung in der Praxis?

Mit Hilfe des sogenannten Blower-Door-Tests kann man messen, ob die Montage einer Dampfsperre auch von dem Fachbetrieb richtig durchgeführt worden ist. Es wird hier eine Differenzdruck-Messing durchgeführt. Damit kann man feststellen, ob Lecks in der Gebäudehülle vorhanden sind. Über diese Leck-Ausführungen können dann Luft und auch Wärme verloren gehen. Diese werden mit Hilfe einer solchen Messung festgestellt und danach kann an diesen Stellen nochmals gezielt abgedichtet werden. Somit wird dann das Eindringen von Feuchtigkeit in die vorhandene Dachdämmung verhindert.