Dusche & Fugen mit Silikon abdichten – Anleitung & Tipps fürs Badezimmer

Sie möchten Ihre Dusche mit Silikon abdichten? Fugen im Badezimmer richtig abdichten mit Silikon: Hier finden Sie eine Anleitung & Tipps!

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Silikon in den Fugen der Dusche - Fliesen im Bad

Sie möchten Ihre Dusche mit Silikon abdichten? Hier finden Sie eine Anleitung und Tipps online!

Dusche mit Silikon abdichten – Anleitung:

Silikon in den Fugen der Dusche - Fliesen im Bad
Quelle: bigstock.at, ID: 27576029

So dichten Sie Ihre Dusche innerhalb von Minuten mit Silikon ab: Alte Silikonfugen sehen nicht nur unschön aus, sondern können mittelfristig gesehen gesundheitliche Probleme aber auch schwerwiegende Folgen für Ihre eigenen vier Wände nach sich ziehen. Nach einiger Zeit wird auch das beste Silikon porös. Wasser entweicht und sickert über die Fuge an der Wand entlang nach unten. Um Schimmelbildung, Pilzbefall und die daraus entstehenden Kosten für die Beseitigung durch qualifiziertes Fachpersonal zu vermeiden, nehmen Sie die Sache selbst in die Hand.

Das Ersetzen der Fugen mit einer neuen Silikonschicht ist mit etwas handwerklichem Geschick und ein wenig Geduld schnell vom Tisch. Für eine gut abgedichtete Dusche bzw. Duschwanne oder Badewanne und ein schönes Badezimmer ist es wichtig, dass das Silikonieren einwandfrei durchgeführt wird.

Das richtige Material kaufen

Speziell im Sanitärbereich werden an Silikon-Fugendichtstoffe hohe Ansprüche gestellt. Bewegungen, starke Temperaturschwankungen sowie Chemikalien dürfen dem Silikon keinen Schaden zuführen oder es in seiner Funktion, der Abdichtung, beeinträchtigen. Die “Reißdehnung” oder auch “Bruchdehnung” wird in Prozent gemessen und ist ein nach DIN genormter Materialkennwert. Sie drückt die Dehnung eines Probestücks im Moment des Zerreisens relativ zur Ausgangslänge aus. Um den Bewegungen im Sanitärbereich standzuhalten, sollten Sie ein Silikondichtstoff mit einer Reißdehnung zwischen 400 und 600% präferieren. Auch die Temperaturbeständigkeit ist ein wichtiger Faktor. Denken Sie daran, dass die Raumtemperatur durch warme Wasserdämpfe stetig schwankt. Wählen Sie daher ein Produkt, das eine höhere Temperaturspanne verträgt.

Altes Silikon aus den Fugen entfernen und reinigen

Entfernen Sie die alten Silikonfugen und reinigen Sie diese anschließend. Ein Fugenhai eignet sich hierzu optimal. Schneiden Sie die alten Silikonstreifen zunächst mittig in Längsrichtung an und wiederholen Sie diesen Schritt anschließend für die Ober- und Unterseite. Die Klinge des Fugenhais ist sehr scharf. Äußerste Vorsicht ist hierbei daher geboten, um Verletzungen vorzubeugen. Die alten Silikonreste können nun vollständig aus der Fuge herausgezogen werden.

Silikon-Pistole vorbereiten

Silikon-Pistole nutzen zum Silikon in die Fugen spritzen
Quelle: bigstock.at, ID: 139207856

Wir bereiten nun die Kartuschenpistole vor, um das Silikon anschließend zu verarbeiten. Nehmen Sie sich nun die Dichtstoffkartusche zur Hand. Der vordere Teil der Kartusche wird mit einem Cuttermesser vorsichtig aufgeschnitten und anschließend mit der Spritztülle verschraubt. Es ist ratsam, die fertige Kartusche nun in die Pistole einzusetzen und den vorderen Teil der Spritztülle schräg anzuschneiden. Optimal in der Breite Ihrer Fuge. Der Drückhebel wird nun so oft betätigt, bis ein leichter Widerstand zu spüren ist.

Silikon in die Fugen spritzen

Nehmen Sie eine vor der zu befüllenden Fuge angenehme Position ein und beginnen Sie mit dem Ausspritzen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, diesen Vorgang in einem einzigen Zug durchzuführen. Das Zweieinhalbfache der Fugenbreite ist eine gute Faustformel zur Berechnung der aufzufüllenden Silikonmasse. Weißt die Fuge also eine Breite von 4 mm auf, so reicht eine Höhe von 10 mm Silikon aus.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich an der vorherigen Silikonfuge zu orientieren. Über die Jahre schwindet das Dichtmittel um wenige Millimeter. Gleichen Sie dieses daher aus, indem Sie die neue Schicht um 1 bis 2 mm erhöhen.

Fugen abziehen

Um das Abziehen des Silikons sauber zu gewährleisten, ohne das Reste am Werkzeug verbleiben, greifen wir auf ein Trennmittel zurück. Sie können dies entweder kaufen, oder auch ganz einfach selbst herstellen. Hierzu befüllt man eine kleine Schüssel mit Wasser und gibt etwas Spülmittel hinzu. Nehmen Sie sich eine Sprühflasche zur Hand und besprühen die Silikonfläche sorgfältig.

Fugenglätter nutzen

Der Fugenglätter hilft Ihnen nun beim letzten Schliff. Bewaffnen Sie sich mit dem Abzieher und halten Sie diesen in einem festen Winkel. Achten Sie darauf, diesen Winkel während des Abziehens beizubehalten, damit später eine sauberes und glattes Fugenbild entstehen kann. Gleichmäßiges ziehen entlang der Silikonschicht entfernt nun überschüssige Reste und sorgt für ein gutes Ergebnis.

Silikon aushärten und trocknen lassen

Lassen Sie dem Silikon nun ausreichend Zeit um, vollständig auszuhärten bzw. zu vernetzen. Während dieser Zeit sollte es weder belastet werden, noch Kontakt mit Wasser bekommen. Genaue Informationen erhalten Sie entweder auf der Kartuschenrückseite.

Fertig!

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