Haussanierung – das gehört auf die Baustelle

Hausbesitzer wissen es. Erst steht das Haus und kann endlich zum ersten Mal bezogen werden, dann fallen auch schon gefühlt die ersten Renovierungen an. Nach einigen Jahren ist es so weit und es muss saniert werden. Andere Hausbesitzer erwerben gleich ein älteres Haus und müssen zu Werke schreiten, bevor sie überhaupt einziehen. Etliche Arbeiten im Rahmen der Modernisierung und Sanierung können durchaus selbst übernommen werden – wenn die richtigen Werkzeuge und Maschinen vorhanden sind. Dieser Artikel zeigt auf, welche Gerätschaften in keinem Werkzeugraum eines Eigenheimbesitzers fehlen sollten und welche Maschinen bei einer Sanierung zumindest geliehen werden müssen.

Die Sanierung des eigenen Hauses erfordert mitunter viel Arbeitskraft, jedoch benötigt man auch das richtige Equipment.
Die Sanierung des eigenen Hauses erfordert mitunter viel Arbeitskraft, jedoch benötigt man auch das richtige Equipment.
(@ annawaldl (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Werkzeuge

So einige Werkzeuge sollte jeder besitzen. Diese Weisheit schließt sogar Mieter ein, denn wer hat schon Lust, für jede Schraube die Nachbarschaft abzuklappern? Aber welche Werkzeuge sind das? Ganz einfach:

  • Werkzeugkasten – ein gut ausgestatteter Werkzeugkasten ist Pflicht. Er sollte ein Set verschieden großer Schraubendreher in Kreuz- und Schlitzform beinhalten, wie auch Zangen, Schraubenschlüssel und Aufsätze, um Muttern von oben festziehen zu können. Die meisten Werkzeugkästen bieten diese Werkzeuge generell.
  • Hammer – ein kleinerer Hammer und ein großer gehören ebenfalls in die Werkzeugkammer. Für Hausbesitzer, die teilweise auch im Garten mit dem Hammer zu Werke gehen müssen, bietet sich noch ein Hammer mit Gummiaufsatz an.
  • Bohrmaschine – an dieser Stelle muss es ein gutes und leistungsstarkes Gerät sein. Die Bohrmaschine ist nicht dazu da, einfach mal eine Schraube festzudrehen, sondern wirklich dazu, Bohrlöcher für Dübel in die Wände zu schlagen. Auch für die Maschine muss es diverse Aufsätze geben. Wichtig ist, dass sie mit verschiedenen Untergründen zurechtkommt. Gerade Betonwände haben schon so manchen Hausbesitzer in die Verzweiflung getrieben.
  • Akkuschrauber – jeder, der schon mit den Händen die Regale eines bestimmten Herstellers aufgebaut hat, weiß einen Akkuschrauber mit seinen Aufsatzvarianten zu schätzen. Das praktische Gerät muss einfach in die Werkzeugkammer, da es wesentlich leichter ist, mit ihm Schrauben zu lösen und festzuziehen, als mit den Händen.
  • Dichtungen – Hausbesitzer sollten ebenfalls ein gutes Set an Dichtungen haben. Hierunter zählen nicht nur Abdichtbänder, sondern speziell Gummidichtringe für Leitungen.
  • Lüsterklemmen/Nägel/Schrauben – auch diese Teile sollten stets vorhanden sein. Es lohnt sich, jeweils eine Box der gängigsten Produkte aufzubewahren.
  • Dichtmittel – am Haus kann immer mal etwas undicht werden. Sind es nur kleinere Stellen, beispielsweise eine Ecke des Gartenhauses, können die fehlerhaften Stellen zumindest übergangsweise gut mit Dichtbeschichtungen repariert werden. Bitumen eignet sich hervorragend und ist leicht zu verarbeiten.
  • Malerzubehör – Spachtel, Pinsel, Rollen und auch Reparaturmasse sind immens praktisch, wenn sie einfach vorhanden sind.
  • Silikon – nicht nur im Rahmen einer Sanierung ist Silikonmasse nützlich. Wie leicht geschieht es, dass die Dichtung an der Dusche undicht wird? Wer eine Silikonspritze zu Hause hat, kann im Handumdrehen einen Wasserschaden vermeiden.

Großgeräte

Welche Großgeräte auf einer Baustelle benötigt werden, hängt natürlich immer vom Umfang der Arbeiten ab. Trotzdem erweisen sich einige Geräte auch zwischendurch als nützlich:

  • Sägen – eine Kreis- und Stichsäge gehören in die Werkstatt, damit schnell Dinge repariert oder zugeschnitten werden können.
  • Schleifgerät – zumindest während der Sanierung eines Hauses sollte ein gutes Schleifgerät vorhanden sein. Mit ihm können alte Treppengeländer und Treppenstufen, aber auch erhaltenswerte Fensterläden und Türen vorbereitet werden, damit sie gestrichen werden können.
  • Betonmischer – während einer Sanierung sollte er vorhanden sein. Betonmischer müssen nicht direkt erworben, sondern können gemietet werden.
  • Stemmhammer – zumeist müssen im Rahmen der Sanierung eines Altbaus auch Leitungen neu verlegt werden. Dazu ist es jedoch nötig, die alten Leitungen freizulegen und neue zu verlegen. Ein Stemmhammer, den es als Mietgerät gibt, erleichtert die Arbeit ungemein.

Müssen die Böden des Hauses mit Estrich oder einer Ausgleichsmasse ausgeglichen werden, bietet sich unter Umständen eine Rüttelmaschine an. Diese kann übrigens auch im Garten nützlich sein, beispielsweise dann, wenn die Terrasse neu errichtet oder ein Gartenweg gestaltet werden soll.

Equipment

Wenn die Werkzeuge schon bereitliegen und es mit der Sanierung losgehen kann, ist die Zeit gekommen, sich ums Equipment zu kümmern. Denn es gibt noch einige Helferlein, die jedem Handwerker das Leben erleichtern:

  • Detektor – Leitungsaufspürer sind gerade in Altbauten ein Equipment, das man einfach nicht missen möchte. Denn wo in neuen Häusern die Leitungen meist nach einem festen Schema, gerade und rechtwinklig verlegt wurden, kann im Altbau auch mal ein Kabel kreuz und quer durch die Wand verlaufen. Die Geräte spüren zudem Heizungs- und Wasserleitungen auf.
  • Baustellenradio – die Arbeit kann langweilig werden. Nicht aber, wenn ein Baustellenradio vorhanden ist, denn es versorgt Arbeiter mit Musik, lässt sich mit MP3 füttern und besitzt einen Timer, der mitteilt, wann die Pause vorüber oder die Dichtmasse trocken ist.
  • Kabeltrommel – auch sie gehört mit auf die Baustelle.
  • Ladeleiste – gerade dann, wenn der Strom aufgrund des Leitungswechsels abgestellt ist, kommen Akku-Maschinen zum Tragen. Nur klappt das nicht, wenn der Akku leer ist. Eine Ladeleiste für Akkus hilft in jedem Fall. Mit Stromanschluss ist auch eine Schnellladung möglich, sofern der Akku diese erlaubt.
Mit den richtigen Werkzeugen wird die Arbeit einfacher.
Mit den richtigen Werkzeugen wird die Arbeit einfacher. (@ Anemone123 (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Fazit – solide kaufen und sparen

Wenn ein Eigenheimbesitzer zum ersten Mal damit beschäftigt ist, sich Werkzeuge und Geräte anzuschaffen, fühlt er sich oft überfordert. Dabei kann beim Kauf eigentlich gar nicht so viel falsch gemacht werden. Wichtig ist, stets auf die Qualität zu achten und zu überlegen, was wirklich notwendig ist. Werkzeugkästen sollten Werkzeuge aus hochwertigen Materialien beinhalten und eine Bandbreite an Werkzeugen und Aufsätzen abdecken. Bohrmaschinen müssen einen hohen Leistungswert aufbringen und sollten stets ein auswechselbares Bohrfutter haben. Beim Akkuschrauber können ein paar Abstriche gemacht werden, wenn es hier überwiegend auf die leichte Handhabung ankommt – für größere Arbeiten ist ja die Bohrmaschine da. Grundsätzlich sollten die Geräte den Normen entsprechen und eine Notabschaltung besitzen. Bei Kabeltrommeln macht es Sinn, auf eine isolierende Variante zu achten, die auch auf feuchten Untergründen verwendet werden kann. Und auch die eigene Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden: Handschuhe, ein Helm und isolierendes Schuhwerk gehören zu jedem Handwerker dazu.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ annawaldl (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Anemone123 (CC0-Lizenz) / pixabay.com