Innenwände selbst isolieren – Innendämmung – Isolierung & Wärmedämmung

Eine gute Innenwanddämmung ist besonders wichtig, um die eigenen vier Wände auch innen immer schön warum zu halten. Alle Informationen und Anleitungen zur Wärmedämmung und Isolierung der Innenwände und -Räume finden Sie hier!

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Mann bringt Dämmwolle selbst an Innenwand an

Quelle: bigstock.at (151898369)

Eine gute Innenwanddämmung ist besonders wichtig, um die eigenen vier Wände auch innen immer schön warum zu halten. Alle Informationen und Anleitungen zur Wärmedämmung und Isolierung der Innenwände und -Räume finden Sie hier!

Warum ist eine gute Isolierung für Innenwände wichtig?

Mann dämmt Innenräume selbst und schneidet Dämmwolle zu
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Nicht immer lassen sich Häuser von außen gleich gut dämmen. Als Alternative und zusätzliche Wärmedämmung hilft eine Dämmung von Innen. So kann man auch Heinz- und Wärmekosten sparen. Doch so einfach ist die Wärmedämmung von Innen nicht. Denn nur wer bei der Auswahl auf die richtigen Dämmstoffe achtet und auch ein Auge auf die richtige Ausführung legt, wird erfolgreich seine Häuserwände von innen dämmen können.

Wärme- und Heizkosten reduzieren

In der Regel werden Häuser und Wohnungen durch ein Wärmedämmverbundsystem von Außen geschützt und gedämmt. Bei Altbauten ist dies aber beispielsweise nicht möglich und man muss zu einer anderen Alternative greifen, möchte man seine Wärme- und Heizkosten reduzieren. Bei der Innendämmung werden dabei die Außenwände von der Innenseite gedämmt. Doch dazu gilt es wichtige Punkte und Aspekte zu berücksichtigen. Sonst bringt auch eine Innendämmung nichts.

Für eine optimale Wärmedämmung und Isolierung ist vor allem die Wärmeleitfähigkeit und Wärmedurchlässigkeit der Materialien wichtig. Berechnen Sie deshalb den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient für Baumaterialien und Bauelemente) korrekt!

U-Wert Rechner

Kann man die Innenwände selbst dämmen?

Grundsätzlich ja – man kann die Innenräume der Wohnung auch selbst gut dämmen und vor Kälte schützen. Doch dabei können auch Fehler gemacht werden und diese können verheerend sein. Bei der Außendämmung werden die Wände vor warmer Raumluft geschützt und abgeschirmt. Somit bleiben die Wände kalt. Bei der Innenwanddämmung wird der Mechanismus umgedreht. So kann aber Nässe, Kälte und Feuchtigkeit die Wand angreifen. Dies kann zur Schimmelbildung führen. Möchte man also von innen seine Wände dämmen, so ist dies ein zentraler Punkt, der bei richtiger Dämmung zu berücksichtigen gilt. Hier kommt es auf die richtige Wahl von Material und Dämmsystem an.

Mann bringt Dämmwolle selbst an Innenwand an
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Auch spielen Dämmstoff und seine Dämmstärke, sowie die korrekte Ausführung und Anbringung eine zentrale Rolle. Nur so kann der Entstehung von Schimmel in der Wand vorgebeugt werden. Auch geübten Handwerkern wird nahe gelegt zuvor mit einem Architekten zu sprechen, bevor selbst Hand an die Innendämmung gelegt werden kann. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass mit dem falschen Material und der falschen Materialstärke an der falschen Stelle gedämmt wird und man so mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Innendämmungen kommen besonders häufig bei alten und historischen Gebäuden zum Einsatz. Die Außenfassade soll weder verändert noch verdeckt werden. Hier muss von Innen gedämmt werden. Auch bei Häusern, die zu nahe an anderen Häusern stehen ist von einer Außendämmung abzuraten. Meistens wird eine zusätzliche Außendämmung auch Baugenehmlich nicht gestattet. Gleiches gilt, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt und die einzelnen Eigentümer sich gegen eine Außendämmung entschieden haben. Dann bleibt der einzelnen Mietwohnung und seinen Beziehern nur die Möglichkeit von innen nachzudämmen.

Vorteile der Innendämmung

Vorteilig bei der Innenwanddämmung ist, dass man nicht draußen am und auf einem Gerüst arbeiten muss. Man arbeitet sicher und auf ansprechender Höhe in den jeweiligen Zimmern. Statt sich um eine ganze Häuserwand sorgen zu müssen, wird die Dämmung Zimmer für Zimmer vorgenommen. Dies wirkt sich erheblich auf den Arbeitsprozess aus. Ist man ein geübter Handwerker, so kann man auch seine Wände der Wohnung alleine dämmen. Doch dazu gilt es einige wenige Grundsätze zu berücksichtigen, wie sich umfassend über Methoden, Material und Dämmsysteme zu informieren.

Wie isoliert und dämmt man Innenwände?

Es gibt nicht die “eine Methode” oder ein einziges Material. Es haben sich über die letzten Jahre vielmehr mehrere Möglichkeiten an Systemen und Materialien etabliert, mit denen eine Dämmung von Innen vorgenommen werden kann. Grundsätzlich wird zwischen bei Möglichkeiten unterschieden:

  1. Die Innenwanddämmung erfolgt über das Verwenden von vorgefertigten Platten, die direkt auf die zudämmende Innenwand aufgetragen werden. Dies kann über Dübeln oder Kleben erfolgen.
  2. Man arbeitet mit einer Unterkonstruktion aus Holz. Die hierbei entstehende Zwischenräume werde mit Matten, Filzen oder anderen Dämmmaterialien gefüllt. schließlich wird das Konstrukt mit Bauplatten verschlossen und die Innenwandisolierung ist abgeschlossen.

Hat man sich für eine der beiden Methoden entschieden, steht auch fest, welches Material man für seine Innenwanddämmung alles benötigt. Doch es werden noch weitere Unterscheidungen getroffen. So muss sich der geübte Handwerker dazu entscheiden, ob er seine Innenwanddämmung mit einer Dampfbremse, bzw. -sperre haben will, oder nicht. gemeint ist eine Kunststofffolie, die als besondere Dämmung gegen Feuchtigkeit in der Wand wirkt.

Wer zuvor auf kapillaraktives Material gesetzt hat, dem wird zu einer Dampfsperre geraten. Wer hingegen mit Kalziumsilikatplatten arbeitet, kann getrost auf eine Dampfbremse verzichten, denn das Material selbst reguliert die Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe. Das Material entscheidet eben, über Dämmdichte und was man alles braucht. Grundsätzlich gilt jedoch, dass alle verwendeten Materialen offiziell zugelassen und als Innenwandisolierung anerkannt sind. Hierbei hilft die Norm DIN 4198 für Innenwanddämmung.

Innenwanddämmung mit Steinwollplatten dämmen

Mit Steinwollplatten Innenwände zu dämmen, hat sich mittlerweile als eine bewährte Methode erwiesen. Die Platten arbeiten feuchtigkeitsausgleichend und sind in der Regel sehr einfach zu verarbeiten. Dazu benötigt man flächenmäßig entsprechende Steinwollplatten, Armierungsmörtel, Armierungsgewebe und Mineralputz. Wichtig ist, dass die Steinwollplatten in unterschiedlicher Dichte erhältlich sind: 35, 50 und 60 mm Durchmesser. Wer in der richtigen Stärke dämmen möchte, der kontaktiert zuvor am besten einen Architekten oder Energieexperten. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, je dicker die Platten, desto effektiver die Dämmung.

Anleitung – Schritt für Schritt

Nun kann mit der Innendämmung begonnen werden:

Schritt für Schritt selbst dämmen:

  1. Dazu wird die Rückseite einer jeden Steinwollplatte ausreichend und gleichmäßig mit Armierungsmörtel überzogen. Die Sicht darf nicht zu dick sein, aber auch nicht zu dünn.
  2. Ist die Platte vollständig bedeckt, kann sie leicht an die Wand gedrückt werden. Sie kleben direkt auf der Wand. Wichtig ist, dass man keine Fugenfreiräume lässt, denn nur so kann eine optimale Innenwanddämmung erfolgen.
  3. Ist die Wand vollständig bedeckt wird auf die verklebten Platten eine weitere Schicht Armierungsmörtel aufgetragen.
  4. Auf diesem wird das Armierungsgewebe gesetzt. Scheint die Plattenfarbe noch durch, muss nachgebessert werden. Das Gewebe macht die Wand stoßfest.
  5. Nun muss das Material nur noch trocknen und kann nach der Trocknung mit Mineralputz verputzt werden. Wer Mineralputz verwendet, verwendet ein zusätzliches Material, was die Feuchtigkeit in der Wand reguliert. Ein doppelter Schutzeffekt vor schimmeligen Wänden.

Die häufigsten Probleme beim Innenwand dämmen

Vor allem wenn man die Innenräume und Wände der Wohnung selbst dämmen möchte, kommt es häufig zu Problemen. Hier finden Sie die häufigsten Probleme und Lösungen für das Innenwanddämmen:

Wasser in der Wand (Tauwasser)

Es kann passieren, dass sich Feuchtigkeit zwischen Außen- und Innenwand bildet, wodurch sich Tauwasser in der Wand sammeln kann.

Lösung: Eine Dampfbremsfolie kann das Entstehen und Sammeln von Feuchtigkeit reduzieren oder sogar ganz verhindern.

Wärmebrücken zwischen innen und außen

Bei älteren Wohnungen und Häusern fehlt oftmals eine sogenannte Wärmebrücke zwischen Innen- und Außenwand. Dadurch wird die Kälte von außen direkt nach innen übertragen. Es kommt zur Bildung von feuchten Stellen und im schlimmsten Fall Schimmel.

Lösung: In diesem Fall kommt wiederum eine Dampfbremsfolie zum Einsatz. Zudem müssen die Ecken mit einem Flankenschutz gedämmt werden. Hier werden Dämmkeile und -Streifen angebracht. Dabei ist es wichtig die Verarbeitung luftdicht durchzuführen. Um bereits entstandenen Schimmel zu entfernen, finden Sie hier einen Ratgeber und eine Anleitung dazu!

Wohnraum geht verloren

Durch das Dämmmaterial kann je nach Dämmstärke der Schicht Wohnraum verloren gehen. Die Wände werden dadurch dicker und der Raum somit enger.

Lösung: Bei der Isolierung und Wärmedämmung der Innenwände sollten möglich dünne, aber dennoch effektive Materialien verwendet werden. Dadurch wird nicht nur eine optimale Isolierung gewährleistet, sondern auch der Raum in seiner Größe wenig beeinträchtigt.

Mehr Anleitungen zum selber Isolieren und Dämmen:

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