Immer mehr Häuser werden heute in Holzbauweise gebaut. Alle Informationen und Tipps zur Holzbauweise von Häusern und Fertighäusern finden Sie hier.

Etwa 15 Prozent aller Neubauten werden mittlerweile in Form eines Holzhauses errichtet. Holz gilt als ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, in unserer Gesellschaft sind diese Eigenschaften heute wichtiger als je zuvor. Der Mensch hat seit Jahrtausenden Erfahrung im Holzbau gemacht. Holz lässt sich mit einfachen Mitteln solange bearbeiten, bis es den Wünschen entspricht. Seine Tragfähigkeit und Stabilität machen ihn zu einem guten Baumaterial. Die Produktion und die Verarbeitung des Rohstoffs sind nachhaltig und er sorgt für ein angenehmes Raumklima sowie eine geringe Anzahl an Schadstoffen im Haus.

Holz dient als Puffer des Hauses, denn er sorgt nicht nur für eine stabile Wand, sondern reguliert zusätzlich das Raumklima. Es nimmt Wasserdampf aus zu feuchter Raumluft aus und gibt die Feuchtigkeit wieder ab, wenn es im Raum einmal zu trocken sein sollte. So bleibt die Raumfeuchtigkeit über weite Strecken bei etwa 50 Prozent.

Fertighaus oder selbst bauen?

Zu Beginn steht jeder Bauherr vor der Frage, ob er das Haus lieber selbst baut oder auf ein Fertighaus zurückgreift. Wer wenig Erfahrung im Hausbau hat, sollte er zu einem Fertighaus greifen, denn Holzhäuser sind generell schwieriger zu bauen als solche in Massivbauweise. Ein Fertighaus aus Holz ist schnell und einfach errichtet, außerdem ist es in der Regel günstiger als eines in massiver Bauweise.

Wer nicht selber bauen möchte, lässt sich am besten sein individuelles Fertighaus zu günstigen Preisen vom besten Anbieter errichten.

Die Holzbauweise

"Holz lebt", heißt es immer wieder, wenn man mit Experten spricht. Holz hat eine offenporige Struktur mit deren Hilfe das Raumklima reguliert wird. Dies führt allerdings dazu, dass die Dimensionen des Holzes sich regelmäßig verändern, denn feuchtes Holz hat ein größeres Volumen als trockenes. Die Änderungen in der Längsrichtung sind in der Regel kein Problem, denn sie sind in jedem Balken gleich und verändern die Statik des Hauses damit nicht wesentlich.

Änderungen im Umfang des Holzes, die durch aufquellen bzw. Schwund auftreten, sind ein große Problem für die Statik und Formstabilität des Hauses. Das Nachtrocknen des Holzes ist im Einbauzustand bereits einkalkuliert, außerdem kommt es durch die jahrelange Erfahrung der Baufirmen und Architekten in der Regel zu keinem Problem. Durch das Schwinden der Holzfeuchte kann das Holz in den ersten Jahren um ein paar Zentimeter schrumpfen.

Informieren Sie sich auch hier online über die Holzbauweise.

Wärmeschutz, Schall und Energie

Neben dem sehr guten Raumklima sorgt das Holz für einen guten Wärmeschutz. Holz leitet Wärme nur extrem schlecht und dient dadurch als hervorragender Wärmeschutz bei extremen Temperaturen, vorzugsweise im Winter und im Sommer. Im Holz befinden sich viele kleine, luftgefüllte Zellen, weshalb dieser Baustoff, im Gegensatz zu Stein oder Beton, nur schlecht die Wärme leitet. Die Temperaturschwankungen treten im Inneren des Hauses mit einer gewissen Verzögerung auf und führen auf jeden Fall zu einer Energieeinsparung durch die gute Dämmung.

Die Bauweise des Fertigbaus hat sich, insbesondere im Holzbau, schon seit Jahrzehnten etabliert. Viele Teile können bereits vorgefertigt geliefert werden, dadurch werden eine kurze Bauzeit, eine termingenaue Planung und ein schneller Einzug in die eigenen vier Wände möglich. Der Holzbau bietet außerdem nahezu unbegrenzte Planungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Holz ist ein leichter Baustoff mit hoher Traglast. Holzhäuser zeichnen sich vor allem durch ihre Langlebigkeit aus, denn viele Fachwerkhäuser sind schon über 300 Jahre alt und prägen auch heute noch so manches Stadtbild.

Holzhäusern wird auch oft nachgesagt, dass sie sehr hellhörig seien, da das Holz den Schall nicht so gut aufnehmen könne. Hier gibt es mittlerweile aber entsprechende Gegenmaßnahmen, die bereits in der Planung berücksichtigt werden können.

Brandschutz

Holz ist ein leicht entzündlicher Rohstoff und wird von Kritikern deshalb als ungeeignet beschrieben. Im Brandfall entsteht an der Äußeren Hülle des Bauteils erstmal eine Schicht Holzkohle und der Kern wird damit erstmal nicht angegriffen. Innerhalb einer Stunde verringert sich der Querschnitt um etwa 4 Zentimeter. Mit der Feuerwiderstandsklasse F liegt das Haus damit vollkommen im Rahmen und ist bei einem Brand nicht gefährdeter als solche in Massivbauweise. Mit entsprechenden Vorsorgemaßnahmen wird die Gefahr eines Brandes bereits im Vorfeld eingedämmt.

Kosten des Holzhauses

Grundsätzlich sind Holzbauten weder günstiger noch teurer, als Massivbauten. Die Kosten sind immer projektspezifisch und abhängig von Ausstattung, Qualität und Raumaufteilung, trotzdem ergeben sich nie allzu große Unterschiede zwischen den Bauarten. Die langfristigen Kosten für Umbauten und den Unterhalt sprechen jedoch stark für die Holzbauweise, da Wände relativ leicht verändert werden können und die Rohstoffe günstig entsorgt werden können, falls Teile des Hauses zurück gebaut werden sollen. Grundsätzlich sollte bei der Planung schon berücksichtigt werden, in welcher Bauweise das Haus gebaut werden soll, sonst kann es unter Umständen zu Mehrkosten kommen.

Wie viel ein Fertighaus in dieser oder anderen Bauweisen kosten darf, erfährt man beim jeweiligen Anbieter.

Holzfassade

Die Fassade eines Holzhauses bedarf im Nachhinein einer gewissen Pflege, dass gilt es bereits im Vorfeld zu beachten. Die Fassade sieht sich verschiedenen Herausforderungen wie Sturm, Regen und Sonne gegenübergestellt. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass es etwa alle fünf bis zehn Jahre einer Nachbehandlung der Fassade bedarf. Im Vorfeld gilt es auch schon die verschiedenen Bauarten und Ihre Vor- und Nachteile zu beachten. Hier sollte zur Beratung ein erfahrenes Architekturbüro herangezogen werden und den Bauprozess die ganze Zeit begleiten. Generell gilt auch, dass man sich vorher lieber weitere Meinungen einholen sollte von Bewohnern eines Holzhauses, denn nur so kann man Fehler im Vorfeld schon verhindern.

Weitere Informationen findet man online unter holzbauaustria.at.

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