Terrassenschutz – Die Terrasse wirksam vor Witterung und Belastung schützen

Holzterrassen sind ständig der Witterung ausgesetzt. Wird die Terrasse nicht ausreichend davor geschützt beginnt das Holz im Laufe der Zeit zu vergrauen und zu verwittern. Hitze und Kälte, Bewegung von Möbel auf dem Holz greifen die Holzoberfläche beständig an. Damit Sie für eine lange Zeit Freude an ihrer Terrasse haben, benötigt diese die richtige Pflege.

Wie schützt man eine Terrasse aus Holz am besten vor Witterung und Mensch?

Die Terrassenpflege beginnt schon beim Kauf der Holzart. Optimal sind Holzarten die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse besitzen, wie die sibirische Lärche oder die nordische Fichte. Zusätzlich sollte das Holz mit einer Imprägnierung vor den Einflüssen von Nässe und Kälte geschützt werden. Auch die richtigen Schrauben spielen eine wichtige Rolle, wer auf Edelstahlschrauben verzichtet, wird sich später über durchgerostete Schraubenköpfe ärgern. Nach der Fertigstellung muss die Terrasse regelmäßig von Schmutz gereinigt und mit Öl eingelassen werden.

Worauf muss man achten?

Holzterrasse im Garten mit Gartenmöbeln
Quelle: bigstock.at, ID: 134579078

Damit die Dielen nicht beginnen Fasern zu bilden, darf das Holz nur mit speziellen Holzreinigern gereinigt werden. Die Dielen sollten nicht mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt werden, da der Druck des Wasserstrahls das Holz splittern lässt. Vor dem Einölen oder Lasieren wird das Holz zunächst gründlich gereinigt. Danach wird das Holz mit körnigen Schleifpapier angeraut, das Öl kann so besser einziehen und schützen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Dielen trocken sind. Eine hohe Feuchtigkeit hindert das Öl daran einzuziehen. Imprägniertes Holz sollte zwei bis vier Monate trocknen bevor es eingeölt wird.

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Reinigung von vergrauten Terrassen

Zuerst muss die Terrasse von losen Schmutz und Moos gereinigt werden, hierfür eignet sich am besten eine Bürste um auch die Rinnen von Schmutz zu reinigen. Anschließend spült man die Terrasse mit Wasser ab. Danach wird der Holzentgrauer aufgetragen, dieser wird großflächig aufgetragen. Nun benötig der Holzentgrauer Zeit zum Einwirken. Nach dem Trocknen wird die Terrasse mit Schleifpapier aufgeraut.

Holzterrassen mit Öl schützen

Zunächst das Öl gut umrühren. Das Öl wird mit einer kurzhaarigen Rolle oder einem Pinsel aufgetragen. Hierfür tragen Sie eine dünne Schicht auf einen Abschnitt von drei bis vier Brettern auf. Arbeiten Sie so weiter bis die ganze Terrasse eingeölt ist und lassen Sie das Öl einziehen. Die Terrasse sollte erst nach 24 Stunden wieder betreten werden. Kommt das Öl mit Wasser in Berührung oder sind helle Flecken zu sehen müssen Sie eine neue Schicht auftragen.

Daher empfiehlt es sich das Einölen nur bei sonnigem Wetter durchzuführen. Für eine lange Lebensdauer muss die Terrasse regelmäßig nachgeölt werden. Wer ein natürliches Öl für den Holzschutz verwenden möchte wählt am besten Leinöl, da die meisten Pflanzenöle ranzig werden und dadurch einen unangenehmen Geruch ausströmen.

Holzterrasse mit Wachs schützen

Eine weitere Möglichkeit die Terrasse zu schützen ist die Terrasse mit Wachs zu behandeln. Wachs hat den Vorteil, dass die Oberfläche glatter wird als bei der Verwendung von Öl. Zudem ist das Wachs stärker Wasser abweisend. Holzwachse bestehen meistens aus Bienen oder Pflanzenwachs. Ein Nachtteil von der Behandlung mit Wachs ist, dass das Material hitzeempfindlicher wird.

Schutz durch Lackierung

Durch das lackieren wird das Holz vor Witterungseinflüssen geschützt und erhält zusätzlich eine neue Farbe. Beachten Sie dabei, dass die natürliche Maserung danach nicht mehr sichtbar ist. Je nach Vorstellung und Wunsch können Sie die Terrasse mit Acryl oder Kunstharzlack lackieren. Im Außenbereich eignen sich Wetterschutzfarben für einen farbig deckenden Schutz.

Für das Lackieren benutzen Sie am besten einen Mikrofaser-Lackierroller und arbeiten mit einer Schaumrolle nach. Wichtig ist, dass die Herstellerangaben bezüglich der Arbeitstemperatur und Trockenzeit eingehalten. Bei Kratzern muss die ganze Oberfläche erneut lackiert werden und das ist meist mit Zeit und Kosten verbunden.

Holzschutz durch Lasur

Die Lasur ist ein farbgebender aber transparenter Schutz für das Holz. Unterschieden wird zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasuren. Bei der Dünnschicht Lasur dringt die Lasur tief in das Holz ein und schützt das Holz von Innen. Bei der Dickschichtlasur bildet sich ein lackähnlicher Film auf dem Holz. Der Vorteil der Lasur ist, dass sie leicht aufgetragen werden kann und in das Holz einzieht ohne die Poren zu verschließen. Sie können zwischen verschiedenen Farben wählen. Durch die Lasur wird das Holz geschützt und die natürliche Maserung bleibt erhalten. Aber auch diese Methode hat Nachteile, wer eher eine glänzende Oberfläche erzielen möchte sollte Abstand von der Lasur nehmen. Diese lässt sich schwerer polieren als eine Lackierung.

Des Weiteren ist die Lasur sehr anfällig für Wasserschäden. Die Lasur wird mit einem Holzstab zunächst verrührt. Anschließend wird auch wie beim Lackieren und Ölen die Oberfläche leicht angeschliffen, bis eine komplett glatte Fläche entsteht. Arbeiten Sie zügig und stets in Faserrichtung, nehmen Sie jedoch eher weniger Lasur auf die Rolle auf. Achten Sie darauf das jeder Bereich der Diele eine Lasur erhalten hat. Gerade die Abstände zwischen den Dielen sind anfällig für die Witterung. Beachten Sie die Angabe des Herstellers wie lange die Lasur einziehen muss. Nach dem Trocknen schleifen Sie das Holz erneut an.

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