Gartenzaun streichen – Tipps und Anleitung

Gartenzaun streichen – so wird’s gemacht! Alle Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den perfekten Zaun finden Sie hier!

Gartenzäune sind tagtäglich und Jahr für Jahr den verschiedensten Wettereinflüssen ausgesetzt. Auch, wenn ihr Aussehen darunter sehr leiden kann, bedeutet dies nicht, dass der Eigentümer jedes Jahr einen neuen Zaun aufstellen muss. Mithilfe eines regelmäßigen Anstrichs kann der Zaun auch noch Jahre nach dem Aufstellen gut aussehen. Damit Ihnen dabei keine Fehler unterlaufen und Sie womöglich das Gegenteil erreichen, klären wir im Folgenden wie der perfekte Zaunanstrich gelingt.

Ein schöner Garten braucht einen schönen Zaun!

Gartenzaun aus Holz
Gartenzaun – Quelle: pixabay.com

Der Garten steht in der Blüte, die Pflanzen wachsen und gedeihen herrlich und der Teich zeigt die reinste Idylle. So sieht der Traum eines jeden Gartenbesitzers aus. Eines kann dabei allerdings das Paradies zerstören – ein heruntergekommener Gartenzaun.

Vor allem nach einem kalten Winter der von schlechten Witterungen geprägt war, kann das Äußere des Gartenzaunes gelitten haben. Dabei ist vor allem Holz sehr empfindlich. Eine regelmäßige Pflege ist unabdingbar. Wird diese unterlassen, ist ein systematisches Verwittern des Zaunes unausweichlich. Diese Arbeit fällt allerdings nicht nur bei einem alten Zaun an. Bereits beim Kauf des Holzes müssen die passenden Utensilien und Materialien für einen Anstrich gleich mitgekauft werden. Dieser anfängliche Anstrich hat heutzutage bei vielen Holzzaunlatten allerdings nur optische Gründe. Schließlich haben entsprechende oftmals bereits einen gewissen Basisschutz Dank einer Kesseldruck-Imprägnierung.

Anleitung für das perfekte Streichen

Im Folgenden erklären wir Ihnen Schritt für Schritt wie Ihr Gartenzaun richtig gestrichen wird.

1. Zaunreinigung

Vor allem bei älteren Gartenzäunen zählt dieser Schritt mit zu den wichtigsten. Schließlich schafft er das Fundament für den perfekten Farbhalt. Zunächst sollten die Zaunlatten von Farbresten und anderen Resten befreit werden. Sollten die Moosreste nicht schadlos entfernt werden können, kann ein Griff zu einem Hochdruckreiniger helfen. Ist der Schmutz nicht sehr hartnäckig reicht allerdings bereits Seifenwasser in Kombination mit einer Bürste. Die Farbreste sind mithilfe einer Drahtbürste relativ einfach zu entfernen.

Wichtig ist es, dass dieses Reinigen bereits ein paar Tage vor dem Anstrich stattfindet. Dies ist darauf zurückzuführen, das das Holz vor dem Anstrich noch einmal gut trocknen soll.

2. Die Vorarbeiten bitte nicht vernachlässigen

Jeder weiß, dass Malerarbeiten stets die Gefahr in sich tragen in eine große Sauerei auszuarten. Aus diesem Grund sollte man stets alles derart vorbereiten, dass die Farbe nur dorthin gelangt, wo sie auch haften soll. Bevor Sie die Farbdose öffnen, sollten Sie Dinge, die farbfrei bleiben sollen, ausreichend schützen. Decken Sie am besten alles mit entsprechender Folie ab. Hierbei sollten nicht nur Dinge wie Briefkästen oder Dekorationen, sondern auch Wegplatten abgedeckt werden.

3. Das Streichen beginnt

Nachdem die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen wurden, geht es an den ersten Farbanstrich. Der hauptsächliche Grund des ersten Anstrichs ist das Erreichen einer Art Grundierung. Aus diesem Grund ist es bereits ausreichend, wenn eine dünne Farbschicht auf dem Holz aufgetragen wird. Eine entsprechende Trocknungszeit ist der Aufschrift der Farbdose zu entnehmen.

Welche Farbe, welcher Lack, welche Lasur?

Ein Blick in den Baumarkt macht eines sofort klar: das Angebot ist riesig. Nicht nur die Farbpalette ist riesig, sondern auch die unterschiedlichen Mittel, die es gibt. Dabei werden Holzschutzlasuren und -farben am häufigsten gekauft. Selbstverständlich lassen sich Holzzäune auch mit einem Lack behandeln. Da dies allerdings sehr aufwendig ist und viele Nachteile für den Zaun bietet, ist davon eindeutig abzuraten. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen Farbe und Lasur?

Lasur

Holzschutzlasuren sind noch immer die beliebtesten Mittel, um einen Holzzaun dauerhaft zu pflegen. Dabei ist die Farbpalette innerhalb der Brauntöne mittlerweile schier uferlos. Von einem sehr hellen Braunton bis hin zu einem Braunton, der nahezu schwarz erscheint, ist alles erhältlich. Dies ist außerordentlich vorteilhaft, da so der Charakter jeder denkbaren Holzart erhalten bleibt. Eine Holzschutzlasur hat den Vorteil, dass sie weder abblättern, noch reißen kann. Das bedeutet, dass kein lästiges Abschleifen oder -bürsten nötig ist, bevor die zweite Schicht aufgetragen wird. Das ist sehr Anwenderfreundlich!

Farbe

Außer der Lasur, ist auch die klassische Farbe sehr beliebt. Die Farbpalette reicht dabei über die braunen Holztöne hinaus. Damit sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Allerdings ist der Anstrich zweifelsohne aufwendiger. Der Zaun muss im Vorhinein sehr gründlich grundiert werden, damit Nebeneffekte der Harze vermieden werden. Ein großer Nachteil ist darüber hinaus, dass die Holzteile komplett abgeschliffen werden müssen, bevor die erste Grundierung stattfindet.

Wirksamer Schutz Dank Lasur und Farbe

Egal wofür Sie sich entscheiden – ein wirksamer Schutz des Holzes ist Ihnen garantiert. Schließlich wird der Zaun vor dem Befall von Pilzen und anderer schädlicher Organismen geschützt. Trotzdem sollten Sie bei der Auswahl der Farbe auf den sogenannten „Blauen Engel“ achten. Dieses Gütesiegel steht für Farbe oder Lasur, die frei von Giftstoffen ist. Doch auch wenn Ihr Material dieses Gütesiegel trägt – eine Atemschutzmaske ist stets Pflicht!

4. Anschleifen des Zauns

Nachdem die Farbe genügend Zeit zum Trocknen hatte, wird das Holz grob angeschleift. Dadurch wird das Holz angeraut, damit die Farbaufnahme verbessert wird. Schließlich soll die Lasur oder Farbe so lange wie möglich halten.

5. Der endgültige Anstrich

Nun kommt der finale Arbeitsschritt. Die Farbe wird gleichmäßig auf den Holzzaun aufgetragen. Sollten die Außentemperaturen sehr niedrig sein, kann es helfen, die Farbe auf der Heizung aufzuwärmen. Dadurch wird sie streichfähiger.

Im Rahmen der Zeitplanung, sollten Sie für den zweiten Anstrich am meisten Zeit einplanen. Schließlich soll das Endergebnis optisch und funktionell zufriedenstellen. Ein komplettes Wochenende voll Arbeit ist dabei keine Seltenheit. Das ist selbstverständlich sehr viel Zeit, aber führen Sie sich stets vor Augen wie toll der Nutzen ist, den Sie daraus ziehen. Ein gepflegter Zaun wertet jedes Grundstück auf.