Hochbeet selber bauen & anlegen im Garten – Tipps, Anleitung & Kosten

Sie wollen ein Hochbeet im eigenen Garten haben? Dann bauen Sie sich doch einfach selbst eines! Alle Informationen und Anleitungen dazu finden Sie hier online:

Der Bau eines Hochbeets für den eigenen Garten

Hochbeet im eigenen Garten bauen
Hochbeet im Garten – Quelle: pixabay.com

Die Hochbeete liegen immer mehr im Trend. Das ist kein Wunder, denn die Vorteile liegen auf der Hand. Selbstgebaute Beete aus Holz kosten nicht viel Geld und sie sind leicht zu bewirtschaften. Die Hochbeete eignen sich für den Gemüse- und Pflanzenanbau. Die Pflanzzeit beginnt deutlich früher als auf den Feldern. Die Hochbeete aus Holz lassen sich im eigenen Garten bauen. Falls ausreichend Platz zur Verfügung steht, können mehrere Beete nebeneinander aufgestellt werden.

So wird ein Hochbeet gebaut:

Sobald der optimale Standort für das Hochbeet feststeht, kann die Arbeit beginnen. Für die Konstruktion werden 6 Holzpfosten sowie 12 lange und 12 kurze Bretter benötigt. Es empfiehlt sich, ein Holz zu verwenden, das nicht chemisch behandelt werden muss. Entweder schneidet der Schreiner das Holz zu, oder er hat bereits die passenden Bretter in seiner Werkstatt. Eine Alternative sind die Baumärkte.

Die sechs Pfosten werden in der Form des Beets mindestens 30 cm tief in den Boden gehauen. Der Kies wird in einem Rechteck ausgestreut, er sorgt für den Wasserabfluss. Ein Gitter mit der Gittergröße von einem Zentimeter wird zwischen den Pfosten auf dem Boden ausgelegt, damit keine Wühlmäuse in das Beet kommen. Die unterste Reihe der Holzbretter wird verschraubt. Alle anderen Bretter werden einfach befestigt. Das Hochbeet sieht wie ein rechteckiger Holzrahmen aus. Zuletzt wird die Noppenfolie an der oberen Kante des Rahmens befestigt. Sie schützt das Holz von innen vor Feuchtigkeit.

  • Den Standort bestimmen und ausmessen.
  • Den Boden vorbereiten.
  • Die Pfosten tief genug im Erdreich versenken.
  • Die langen Holzseiten werden in der Mitte mit einem Pfosten stabilisiert.
  • Den Holzrahmen bauen.
  • Das Gitter auslegen und die Seiten umschlagen.
  • Die Noppenfolie an der oberen Kante mit Krampen befestigen.

Den Holzrahmen befüllen

Die erste Lage besteht aus groben Ästen und feinen Zweigen. Zudem kommt zerkleinertes Schnittgut darüber. Die Schicht lüftet das Beet und verhindert stehende Nässe. Anschließend folgt eine Strohschicht, dann Lauberde, Komposterde und zuletzt Gartenerde. So bildet sich in dem Beet Wärme, die von unten nach oben steigt, weil sich Humus bildet. Es ist natürlich, wenn im ersten Jahr die Erde etwas absinkt – die Bereiche lassen sich später mit Blumenerde auffüllen. Die Nährstoffe für die Pflanzen reichen für einen Zeitraum von mehreren Jahren. Im ersten und zweiten Jahr ist die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen so gut, dass die ersten beiden Jahre an dem Beet nichts verändert werden muss. Die Folie kann durch Tiere einreißen, aus diesem Grund sollte der obere Bereich ab und zu kontrolliert werden.

  • Verschiedene Lagen Schnittgut und Laub aufschichten.
  • Das Hochbeet mit Stroh und Erde befüllen.
  • Ein Gitter gegen Wühlmäuse auslegen.
  • Die Erde gibt nach, weil Verrottung stattfindet.
  • Nach einem Jahr mit Blumenerde auffüllen.

Die Vorteile eines Hochbeets

Die Arbeit an einem Hochbeet ist bequem. Sie schont und entlastet den Rücken. Allerdings darf die Fläche nicht zu groß sein. Die Fläche muss sich gut mit den Armen erreichen lassen. Ein Hochbeet lässt sich bereits ab Februar bepflanzen, weil es im Innern warm ist. Aufgrund der Humusbildung ist die ersten Jahre kein zusätzlicher Dünger notwendig.

Was ist zu beachten?

Wenn beim Bau des Hochbeets einige Punkte berücksichtigt werden, dann ist das Gärtnern von Erfolg gekrönt. Die Materialien, mit denen das Hochbeet aufgefüllt wird, müssen gesund und frei von Pilzen oder Schädlingen sein. Ein widerstandsfähiges Holz wie Lärche eignet sich ideal zum Bau eines Hochbeets. Die Schutzmaßnahmen gegen Wühlmäuse sind wichtig, denn die Tiere können großen Schaden an den Pflanzen anrichten. Sogar Marder entdecken diese Beete für sich. Die Holzwände trocknen schneller ab, wenn sie innen mit einer Noppenfolie ausgekleidet werden. Zudem kann das Regenwasser in dem Kies, der um den Holzrahmen herum gestreut wird, abfließen.

Die Kosten für ein selbst gebautes Hochbeet

Ein fertiges Hochbeet kostet im Handel durchschnittlich 500 Euro. Das selbst Gebaute ist preiswerter. Ein Hochbeet mit den Maßen 2,50 x 1,20 x 80 cm ist eine solide Größe.

Was man dafür benötigt und was es im Baumarkt kostet:

  • 6 Pfosten aus Lärchenholz mit den Maßen 9 x 9 x 110 cm kosten 30 Euro.
  • Die Holzbretter mit einer Stärke von 4 cm sind für 100 Euro erhältlich. Hinzu kommen Schrauben, Nägel, Draht und Folie. Neu angeschafft beträgt der Preis für die Materialien 40 Euro.
  • Das komplette Material für den Bau eines Hochbeets beträgt durchschnittlich 170 Euro. Der Preis für Erde wurde in der Rechnung nicht berücksichtigt. Wer gebrauchtes Holz verwendet, kann die Kosten auf fast 50 Euro reduzieren.

Kostengünstig im eigenen Garten aufbauen

Für den Bau eines Hochbeets ist die Verwendung von gebrauchtem Holz möglich. Es muss frei von chemischen Mitteln oder Lack sein, darf keinen Schädlingsbefall aufweisen und es muss Stabilität besitzen. Dadurch, dass der Holzrahmen mit Erde befüllt wird, sind die Seitenteile einem hohen Druck ausgesetzt.

Jeder Heimwerker hat in seiner Werkstatt Kästchen mit Schrauben und Nägeln. Ein Stück Draht für den Mäuseschutz ist bestimmt auch noch vorhanden und jeder Heimwerker hat in seiner Werkstatt das notwendige Werkzeug. Auf diese Weise entsteht ein kostenloses Hochbeet für den eigenen Garten.

Weitere Informationen, um ein Hochbeet selbst zu bauen, finden Sie hier:

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