Springbrunnen im Garten – Brunnen selber bauen

Ein Springbrunnen im eigenen Garten ist ein absoluter Hingucker. Tipps und Ideen zur Gestaltung und eine Anleitung zum Bauen des Brunnens finden Sie hier!

Ein Springbrunnen ist ein absolutes Highlight in jedem Garten. Das Plätschern des Wassers des Wasserspiels beruhigt und ist einfach schön anzuschauen. Natürlich können Sie einen Springbrunnen bauen, indem Sie einen Bausatz aus dem Fachhandel oder Baumarkt erwerben. Aber es geht auch mit einfacheren Mitteln als Do-It-Yourself-Variante. Mit unserer Anleitung zum Springbrunnen anlegen zeigen wir Ihnen, wie Sie mit gar nicht viel Aufwand einen schönen Springbrunnen in Ihren Garten bauen.

Springbrunnen
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Die Vorbereitung

Abgesehen von der optischen Komponente hat ein Springbrunnen keine wirklichen Vorzüge. Wasserspiele sorgen gerade im Sommer für eine besondere Stimmung im Garten. Das sanfte Plätschern wirkt beruhigend und entspannend. Zudem sorgt er für ein etwas feuchteres Klima in unmittelbarer Umgebung, von dem auch nahestehende Pflanzen profitieren können. Dennoch ist der große Vorteil eines Springbrunnens eher ein dekorativer Zweck.

Material besorgen

Bevor Sie mit dem Bau Ihres neuen Springbrunnens bzw. Quellbrunnens anfangen, stehen ein paar Vorbereitungsmaßnahmen. Zunächst sollten Sie sich die notwendigen Materialien besorgen. Das Herz ist natürlich eine Springbrunnenpumpe, die es im Handel je nach Leistung für rund 20 bis 30 Euro gibt. Außerdem brauchen Sie einen Maurerkübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 50 Litern. Andere Gefäße wie ein kleiner Fertigteich tun es auch, sie sollten aber auf jeden Fall dicht sein. Da Sie aber einen Maurerkübel in dieser Größe bereits für wenige Euro im Baumarkt erhalten, ist dies wohl die günstigste Alternative.

Zusätzlich kaufen Sie noch ein bis zwei 25-Kilogramm-Säcke Kies (die Kosten liegen bei rund 5 Euro pro Sack). Für die Dekoration und als Quellstein sind zudem noch große Steine erforderlich. Diese können Sie z. B. im Kieswerk besorgen oder auf Feldern sammeln. Bei der Wahl der Farbe der Steine richten Sie sich nach Ihrem Geschmack und nach dem, was in Ihren Garten passt. Zusätzlich können Sie sich noch Pflanzen zur Begrünung kaufen. Hier können Sie aber natürlich auch auf bereits vorhandene Pflanzen zurückgreifen.

Standort im Garten auswählen

Neben der Besorgung der Materialien gehört auch die Wahl eines geeigneten Standortes zu den Vorbereitungsmaßnahmen. Vermutlich haben Sie bereits einen Platz in Ihrem Garten auserkoren, an dem er gebaut werden soll. Haben Sie nur den Wunsch im Kopf, einen Springbrunnen anzulegen, suchen Sie sich erst einmal ein geeignetes Plätzchen. Dieses sollte natürlich idealerweise von der Terrasse bzw. dem Sitzplatz im Garten sichtbar sein, damit Sie Ihren Springbrunnen so häufig wie möglich bewundern können.

Bedenken Sie aber, dass Sie Strom für die Pumpe brauchen. Das Kabel müssen Sie also dementsprechend verlegen. Je weiter Sie sich vom nächsten Stromanschluss entfernen, desto mehr Aufwand ist dies. Ob der Brunnen in der Sonne oder im Schatten liegt, ist hingegen relativ egal. Wichtig ist nur, dass er sich möglichst harmonisch in den Garten einfügt. Bedenken Sie dies bei der Planung zur Größe und der Ausgestaltung, z. B. bei der Farbe der Steine sowie der Begrünung.

Anleitung zum Springbrunnen selber bauen

Kommen wir nun zum Springbrunnen bauen. Befolgen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Spring- bzw. Quellbrunnes, haben Sie schon bald ein (weiteres) Highlight in Form eines Wasserspieles in Ihrem Garten. Der Aufwand ist wirklich nicht so groß, der Effekt dafür aber umso größer.

Das Loch ausheben

Zunächst kommt der anstrengendste Teil des Projekts Springbrunnenbau. Denn Sie müssen am ausgesuchten Fleck ein Loch buddeln. Dieses sollte so groß sein, dass Sie den Maurerkübel (oder was Sie sonst als Wasserbecken verwenden) versenken können. Achten Sie darauf, dass er eben im Loch steht, damit die Pumpe gut funktionieren kann. Hierzu können Sie zum Beispiel etwas Sand oder Kies in das Loch füllen, um den Untergrund so zu ebnen und für einen sicheren Stand zu sorgen.

Füllen Sie anschließend das Loch um die Maurerbütt wieder mit Erde auf, sodass diese fest an ihrem Platz sitzt und sich nicht mehr bewegen lässt. Zudem sollte der Kübel noch wenige Zentimeter aus dem Erdreich herausragen. Dies verhindert, dass durch Regenwasser Dünger und Schmutz in das Wasser gelangen.

Die Pumpe einsetzen

Setzen Sie nun die Pumpe auf den Boden des Maurerkübels und fixieren Sie diese mit Hilfe eines Steins. Achten Sie dabei darauf, dass der Kübel möglichst sauber ist, damit die Pumpe keinen Dreck zieht. Führen Sie das Stromkabel aus dem „Teich“ heraus in Richtung Stromanschluss. Den Schlauch der Pumpe führen Sie durch den Quellstein, in Sie vorher ein großes Loch gebohrt haben. Besitzen Sie hierfür nicht das richtige Werkzeug, was sicherlich nicht ungewöhnlich wäre, lassen Sie dies von einem Steinmetz machen. Machen Sie anschließend mit etwas Wasser einen Funktionstest. Klappt alles so wie gewünscht, machen Sie beim nächsten Schritt weiter.

Brunnen mit Steinen füllen und abdecken

Füllen Sie nun den Kübel mit dem Kies oder kleineren Steinen. Seien Sie beim Einfüllen vorsichtig, um die Pumpe nicht zu beschädigen. Theoretisch können Sie das Becken so auffüllen und dann an die Dekoration der Oberfläche kommen. Wollen Sie große und schwere Steine für Ihren Brunnen (z. B. als Quellstein) verwenden, empfehlen wir Ihnen, um den Springbrunnen Kanthölzer in den Boden zu schlagen. Auf diesem können Sie dann ein Gitter legen, sodass Sie den Rand des Maurerkübels nicht verbiegen. Geeignet ist ein mit Hasendraht bespanntes Rankgitter als günstige Alternative.

Auf dem mit Steinen aufgefüllten bzw. dem mit einem Gitter abgedeckten Kübel, können Sie dann den Quellstein und die anderen Steine arrangieren. Der Quellstein sollte hierbei möglichst zentral und mittig über dem Kübel angeordnet sein, damit das Wasser auch wieder im Kübel landet. Achten Sie bei der Anordnung auf ein harmonisches Gesamtbild und auf einen stabilen Aufbau. Ob Sie die Steine stark gehäuft aufstapeln oder eher flach legen – das ist Geschmackssache.

Wasser einfüllen, Funktionstest und Dekoration

Füllen Sie den Brunnen anschließend bis kurz unter den Rand des Kübels mit Wasser und machen einen Funktionstest. Ist das optische Bild so, wie Sie es sich vorgestellt haben. Wichtig ist auch zu beachten, dass das Wasser wieder im Kübel landet und nicht daneben fließt. Denn dann sitzt die Pumpe in Kürze auf dem Trockenen und die Mühe des Springbrunnenbaus was vergebens. Richten Sie gegebenenfalls Steine anders aus, um das Wasser in den Bottich zu leiten und nicht am Rand versickern zu lassen.

Nun kommt noch der dekorative Teil, bei dem Sie Ihren neuen Springbrunnen dekorieren. Vor allem Stauden und Sukkulenten eignen sich zur Randbepflanzung des steinigen Quellbrunnens und sehen toll aus. Unser Tipp ist der bronzefarbene Fenchel (Foeniculum vulgare Purpureum) mit seinen feingefiederten, haarartigen, nach Anis duftenden und schmeckenden Blättern. Aber auch sich über die Steine ausbreitende Pflanzen wie diverse Thymiansorten, der Gelbweiderich (Lysimachia) oder Kriechender Knöterich machen sich gut zum Begrünen Ihres neuen Springbrunnens im Garten

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