Terrasse anlegen, bauen & gestalten – Tipps, Kosten & Bauweise

Terrasse anlegen, bauen & gestalten: Alle Tipps, Kosten & Bauweise der eigenen Terrasse im Garten vor dem Haus jetzt online im Ratgeber lesen.

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Terrasse aus Steinen vor dem Haus im Garten mit Essbereich

Quelle: bigstock.at, ID: 92831585

Die Terrasse am Haus ist für viele Familien der Treffpunkt in den wärmeren Jahreszeiten. Gerade Gartenliebhaber können diesen Ort als erweitertes Wohnzimmer nutzen und von dort aus ihren Garten genießen. Wie Sie zu Ihrer Traumterrasse kommen und was es zu beachten gilt, erklären wir Ihnen hier.

Eine eigene Terrasse im Garten bauen

Terrasse aus Steinen vor dem Haus im Garten mit Essbereich
Quelle: bigstock.at, ID: 92831585

Die Terrasse ist ein Platz mit einem befestigten Untergrund, der in der Regel direkt an das Haus angrenzt. Besonders schön ist es für die Bewohner, wenn diese die Terrasse von einem Wohnraum aus durch eine Tür betreten können. Im Sommer erweitert sich so der nutzbare Wohnraum und das Leben verlagert sich nach draußen.

Zwar können die Gartenmöbel auch auf dem Rasen aufgestellt werden, jedoch wird bei häufiger Benutzung der Rasen stark strapaziert. Eine Terrasse kann auch benutzt werden, wenn der Rasen feucht ist. Auch ist hier der Vorteil, dass die Stühle und der Tisch immer eben stehen, ohne zu kippeln.

Für alle, die einen großen Garten besitzen, lohnt sich der Bau einer Terrasse. In kleinen Gärten bleibt dabei natürlich weniger Platz für die Bepflanzung oder den Rasen. Für Menschen, die nicht gerne viel im Garten arbeiten, bedeutet dies natürlich auch weniger Aufwand. Alternativ zu Beeten und Rasen können bepflanzte Gefäße auf der Terrasse jedoch eine schöne Abwechslung sein, die nur wenig Arbeit macht.

Welche Terrasse ist für mich geeignet?

Je nach Bauart des Hauses und Geschmack der Bewohner stehen diverse Terrassenbeläge zur Verfügung. Oftmals wird schon beim Bau oder der Renovierung des Hauses eine Terrasse eingeplant. Dabei kann der Boden gleich befestigt werden, was das Verlegen von Fliesen oder Steinplatten ermöglicht. Bei einem geschlossenen Untergrund ist ein Wasserablauf in jedem Fall notwendig, der verhindert, dass Regenwasser auf der Terrasse stehenbleibt.

Wer seine Terrasse nachträglich selbst bauen möchte, kann dabei aus verschiedenen Oberflächen wählen. Neben Holzdielen gibt es auch Kunststoffdielen aus WPC in Holzoptik, die wesentlich pflegeleichter sind. Auch Terrassendielen mit diversen Oberflächen erhältlich, wobei es neben Holz und WPC sogar Fliesen in Steinoptik gibt. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, gegossene Platten oder Steinplatten zu verlegen.

Terrasse planen – was muss beachtet werden?

Die erste Überlegung bei der Planung ist die gewünschte Größe. Wenn die Terrasse auch als Essplatz genutzt werden soll, sollte beachtet werden, dass genügend Platz für alle am Esstisch ist. Je nach dem, welche Oberfläche für die Terrasse gewählt werden soll, muss die Unterkonstruktionen entsprechend geplant werden.

Die Oberflächenmaterialien erfordern unterschiedliche Unterkonstruktionen, die den Untergrund ausgleichen sollen und dafür sorgen, dass beispielsweise Holzdielen nicht auf dem Boden aufliegen.

Terrasse bauen – wie geht man vor?

Eine Terrasse kann auch ohne viele Umstände selbst gebaut werden. Dabei sind nur wenige handwerkliche Vorkenntnisse notwendig, lediglich ein bisschen Zeit sollte mitgebracht werden.

Zur Vorbereitung des Untergrundes sollte der Boden mit Schotter verfüllt werden. Auch grober Sand eignet sich dafür. Anschließend kann die Unterkonstruktionen mithilfe von Betonplatten oder Pflastersteinen aufgebaut werden. Dieses Vorgehen ist notwendig, damit das Holz keinen direkten Bodenkontakt hat. Die Bodenfeuchte würde dem Holz ansonsten schnell schaden.

Mithilfe eines Lotes kann anschließend die Lage des Rahmenholzes bestimmt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Steine sich alle auf selber Höhe befinden und jeweils im gleichen Abstand in einer Linie liegen. Das Rahmenholz sollte deswegen immer mit einer Wasserwaage verlegt werden und sollte nicht wackeln. Ist dies trotzdem der Fall können höher liegende Steine durch Rütteln tiefer im Kiesbett versenkt werden. Liegen alle Rahmenhölzer kann damit begonnen werden, die Terrassendielen zu verlegen. Auch beim Bau einer Terrasse aus Kunststoffdielen ist dieses Vorgehen sinnvoll, um eine schöne Optik zu erreichen.

Welche Varianten gibt es noch?

Holzterrasse im Garten mit Gartenmöbeln
Quelle: bigstock.at, ID: 134579078

Wer sich zwar eine Terrasse wünscht, den Bau einer Unterkonstruktionen jedoch scheut, der kann auch mit anderen Materialien arbeiten. Sinnvoll ist es jedoch in jedem Fall, die Platten auf einem Kiesbett zu verlegen. Das verhindert, dass die einzelnen Elemente sich verschieben, was durch Regen und Frost ansonsten immer der Fall wäre.

Fliesen, Holz oder Betonplatten

Auch auf einer Rasenfläche kann auf diese Art schnell ein trockener Sitzplatz entstehen. Einfach und günstig ist es, dabei Betonplatten zu verarbeiten. Für alle, die nicht auf die warme Optik von Holz verzichten wollen, gibt es auch Terrassenfliesen aus Holz oder WPC. Diese lassen sich durch Nut und Feder schnell auf einem glatten Untergrund verlegen, ohne dass sie verschraubt werden müssten. Besonders edel und modern wirken hingegen Terrassenfliesen zum Stecken aus Granit oder auch in Marmoroptik. Hier stehen diverse Materialien zur Verfügung.

Welche Kosten entstehen beim Bau einer Terrasse?

Die Kosten für eine Terrasse können nicht pauschal genannt werden. Bei der Planung sollte man nicht vergessen, die Kosten für die Unterkonstruktion und für das Anlegen eines Kiesbetts einzurechnen. Eine Terrasse, die auf einem Fundament erbaut sind und mit einem Stein- oder Fliesenboden ausgestattet sind, können einige Tausend Euro kosten.

Weitaus weniger Kosten verursacht eine einfachere Terrasse, die auf einer einfachen Unterkonstruktion verlegt wird. Nicht unterschätzen sollte man jedoch die Kosten für die Terrassendielen. Einfachere Varianten, beispielsweise mit Betonplatten, sind vergleichsweise günstiger.

Terrasse pflegen

Auch eine Terrasse muss regelmäßig gepflegt werden, damit sie lange Freude bereitet. Holzterrassen müssen in der Regel einmal jährlich neu gestrichen werden. Vor dem neuen Anstrich sollten die Dielen sehr gut gesäubert werden. Wenn die Dielen getrocknet sind, können sie mit einem Holzschutzmittel bestrichen werden. Durch die Verwendung einer Rolle und einer Teleskopstange ist das Streichen der Dielen schnell erledigt.

Nachdem die Terrasse neu gestrichen wurde, darf sie in der Regel für einen Tag nicht mehr betreten werden. Wer sich über die Verarbeitung des Holzschutzmittels unsicher ist, sollte die Anweisungen auf der Verpackung beachten.

Weitere Informationen zum Bau einer eigenen Terrasse finden Sie unter anderem auf www.obi.at oder auf www.hornbach.at.

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